Pers

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Aranis haben nicht den Fehler begangen das gleiche Album ein drittes Mal zu veröffentlichen. \"Aranis\" und \"Aranis II\" glichen sich doch sehr, schon die Cover waren ähnlich, erst recht der musikalische Inhalt. Bezogen auf die Cover könnte man mutmaßen, dass da der weibliche (\"Aranis II\") bzw. männliche (\"Aranis\") Aspekt ein und derselben musikalischen Idee zum Ausdruck gebracht wurde. Wie auch immer, das im Spätsommer veröffentlichte \"Aranis III\" ist anders. Viele Unterschiede sind festzustellen. Das Album kommt erstmals als Digipack, das Label ist ein anderes, der Stil des Covers ist verschieden, die Scheibe hat einen Titel (\"Songs From Mirage\") und - wie derselbe schon andeutet - es wird recht viel Gesungen. Die samt und sonders von Joris Vanvinckenroye komponierten und arrangierten Stücke sind natürlich stilistisch durchaus verwandt mit der Musik der beiden Vorgängerscheiben. \"Acoustic chamber rock\" ist das nach wie vor, druckvoll und abwechslungsreich vorgetragen von fünf Damen und zwei Herren an zwei Violinen, Akkordeon, Piano, Kontrabass, Gitarre und Querflöte. Immer noch könnte man Vergleich zu den frühen Universe Zero ziehen, zu Louise Avenue, Cro Magnon, Juleverne, Henry Krutzen und Finnegans Wake, wobei Aranis natürlich deutlich akustischer und klassischer an die Sache herangehen. Astor Piazolla hat seine Spuren in der Musik genauso hinterlassen wie Michael Nymann, Gavin Bryars, Philip Glass, Steve Martland oder dessen Lehrer Louis Andriessen. Trotzdem sind Aranis ziemlich einzigartig ... insbesondere auf \"Aranis III - Songs From Mirage\". Der Hauptunterschied zu den Vorgängern ist, dass auf \"Aranis III\" ausgiebig gesungen wird. Auch auf dem Debüt von Aranis gab es ein wenig Gesang. Für ihr drittes Album haben die Belgier allerdings drei Sängerinnen engagiert, die fast in jedem Stück ihre Stimme erklingen lassen. Ich weiß nicht in welcher Sprache da gesungen wird. Flämisch scheint es mir nicht zu sein, Französisch ist es sicher nicht. Es klingt eher lateinisch, südslawisch, orientalisch oder gar afrikanisch (oder eine eine Mischung daraus). Im Chor oder solistisch sorgen die drei Damen für eindringliche, sehr intensive und geheimnisvolle Vokalklänge, irgendwo in der Schnittmenge von bulgarischen Angelite-Chören, Philip-Glass-Operngesang und Zheulkreischen. Exotisch, aber doch vertraut, leicht medieval klingt das, klagend, angedüstert, manchmal hektisch und fast schräg. Dazu rockt die \"Band\" wie gewohnt mit ihren akustischen Instrumenten. Etwas karger und sparsamer ist die Instrumentierung im Vergleich zu den früheren Werken der Gruppe ausgefallen, als hätte Vanvinckenroye aufgrund des Gesangs die instrumentale Fülle leicht zurückgenommen, damit derselbe besser zur Geltung kommt. Berauschender Schönklang und zart-zerbrechliche Tongemälde stehen hier neben bewegten, sehr verspielten zeitgenössisch-klassischen Ensemblemomenten, hypnotisch-minimalistischen Repetitionen, kernigem Akustikkammerrock, folkig-medievalen Tänzen, wogendem Ensembletango, kurzen freiformatigen Einlagen, hymnischem Chorjauchzen und kantigen Ausbrüchen. Ausgesprochen druckvoll, perfekt musiziert und produziert kommt das Ganze zudem aus den Boxen. Wer die Musik von Aranis noch nicht kennt, der sollte nun wirklich etwas daran ändern und sich \"Aranis III - Songs From Mirage\" zulegen. Ich bin begeistert!

Interview Radio Klara
Interview met Joris Vanvinckenroye op Radio Klara (Brede Opklaringen) op 11/09 over dubbele CD-release in De Kriekelaar te Brussel. (Met dank aan Gerd Cavents). http://outpost.vrt.be/privemp3/_110909112349.html

Muziek wint van de regen op Brosella
"...De muziek van Aranis, een jonge Belgische groep rond contrabassist Joris Vanvinckenroye, is speels, filmisch, en wordt wel eens vergeleken met Michael Nyman. Bij hem haakte ik een tijd terug af, maar Aranis blijft me boeien. Turbulentie bijvoorbeeld vormde inspiratie voor een stuk waarin een vleug Carnaval des Animaux doorklinkt en tegelijk de luchtwervelingen voelbaar zijn (luister zelf op www.myspace.com/aranis). Vervolgens krijgen we een voorproefje van het album Songs From Mirage, dat in september uitkomt. Aan het (grotendeels klassieke) instrumentarium van 2 violen, piano, gitaar, accordeon, bas en een dwarsfluit worden stemmen toegevoegd van drie zangeressen. De woorden zonder betekenis geven een extra dimensie aan de toch al inventieve muziek van deze groep. Dat de regen met bakken naar beneden komt en tot twee keer toe de stroom wegvalt doet niets af aan dit optreden, wat mij betreft een hoogtepunt van het festival." http://www.folkforum.nl/content/view/11001/51/

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