Pers

Von: Achim Breiling @ http://www.babyblaue-seiten.de (14/10/'10)

Mit rein akustischen Instrumenten - vornehmlich Violine und Bratsche, Kontrabass, Klavier, Akkordeon, Gitarre und Querflöte, dezent unterstützt von Dave Kerman am Schlagzeug, musiziert das belgische Septett auf seinem vierten Album. Trotzdem rockt das Ganze gelegentlich ziemlich, gibt es diverse ziemlich heftige, fast wüste Ausbrüche. Einen sehr farbigen, durch die Streicher und das Akkordeon flächig verwobenen, akustischen Kammerrock spielen die Belgier hier der vornehmlich von dem rhythmisch rockenden Piano-Bass-Duo vorangetrieben wird. Das Ergebnis ist ein sehr dichtes und spannendes Klanggefüge, in dem sich selten eines der Instrumente solistisch in den Vordergrund spielt und die klangliche Dominanz ständig wechselt, von den Violinen zum Akkordeon, vom Akkordeon zur Flöte, von der Flöte zur Gitarre, von der Gitarre zum Piano. Sehr abwechslungsreich ist diese Musik, ausgesprochen klangvoll und stellenweise beeindruckend intensiv.

Der obige Text kommt euch bekannt vor? Nun, er stammt - leicht modifiziert - aus meiner Rezension zum Debüt der belgischen Kammerrocker (siehe "Aranis"). Da habe ich mich von der Band inspirieren lassen. Denn auch Aranis bieten auf "RoqueForte" im Grunde das Gleiche wie auf ihrem Erstling - leicht modifiziert. Oder, am ehesten gleicht dieses vierte Album der Belgier ihrem zweiten, denn hier wie dort wird nicht gesungen. Die Instrumentierung ist fast dieselbe, wenn auch auf "RoqueForte" Violine und Viola zu hören sind und auf "Aranis II" es zwei Violinen waren. So besetzt rocken sich die sieben Belgier auf bekannt schwungvolle, sehr virtuose und abwechslungsreiche Art und Weise durch das Album.

Und dann gibt es noch die feinen Modifikationen, die dafür sorgen, dass es eben doch kleine, aber durchaus signifikante Unterschiede gibt. Hier ist das vor allem - neben einigen kurzen, recht freiformatigen Einlagen - Dave Kerman an Schlagzeug und Perkussion. Sonderlich verausgaben hat er sich nicht müssen für dieses Engagement. Zurückhaltend und dezent, ohne das Kammerensemble zuzukloppen, ist er zu Gange, verleiht der Musik nur eine perkussive Note, die aber bewirkt, dass sich die Musik von Aranis hier dem Vorbild Univers Zero deutlich annähert. Diese zischenden Geräusche nach etwas mehr als drei Minuten in "Roque" wurden übrigens - wie ich kürzlich auf einem Konzert der Band sehen konnte - mit zwei Spraydosen erzeugt (hoffentlich FCKW-frei), die Kerman im Rhythmus betätigt. Ideen muss man haben!

Zusammenfassend kann ich mal wieder eine Variation dessen anbringen, was ich in letzter Zeit schon des Öfteren über Neuerscheinungen aus dem Avantprog- und Kammerrockgenre geschrieben habe. "RoqueForte" bietet sowohl für das Genre als auch bezogen auf das Repertoire der Band nichts wirklich Neues, ist allerdings so gut gemacht, so perfekt musiziert und so druck- und schwungvoll vorgetragen, dass man sich daran eigentlich nicht wirklich stören kann. Und so ein bisschen anders als auf den ersten drei Alben klingt die Musik ja schon. Wer Aranis noch nicht kennt, für den wäre "RoqueForte" kein schlechter Einstieg in die Klangwelt der Belgier. Fans können natürlich auch ohne Bedenken zugreifen.

Aranis IV 'RoqueForte- Progarchives.com (sept. '10)

The music of Aranis always has been very hard to classify. There are of course influences from fellow countrymen Univers Zero and Present but with their completely acoustic chamber rock they seem to have created a sub genre all of their own. Roqueforte, their 4th album, is even harder to compare to other bands. Out are the singers, in come drums and percussion in the person of Dave Kerman (a.o. Present, Yugen, thinking Plague) The regular line up is further completed by Pierre Chevalier on Piano (UZ) and Steve Wellens on Violin. The music on Roquefort has gotten a more rhythmic and multilayered approach. People who know Joris Vanvinckenroyes solo album Basta! will recognize some of the elements. But this is not Basta! part 2, this is music written for a full band. You might expect that with the introduction of drums the music has gotten more of a 'rock' feel. This is not the case. The drums and percussion are used to place accents and subtle rhythms. Often in the background, sometimes more in the foreground but they never dominate the sound. The structures and rythms remind me more of the work of Bela Bartok then of a rock band. The sound is certainly a bit less accessible then the previous efforts but after repeated listenings the tension and harmonies start to reveal themselves more and more. The tune 'Aila' didn't click with me at first but this wonderful composition has no become one of the favourites of the album. Other favourites are the 10-minute long "Naise', which introduces some styles we haven't heard before and "Past' which starts with some nicely interwoven folky tunes but builds up to a powerful ending. The other long track 'Noise' starts strong but might lack a little bit of flow in the middle. However, the ending is simply amazing. There isn't a weak moment on this album. Aranis combine originality, great musicianship and superb compositions. I can not think of any reason not to reward this album with the full 5 stars.

http://www.progarchives.com/album-reviews.asp?id=30103

Moorsmagazine.com (sept. '10)- Aranis IV: RoqueForte

Het groepsgeluid is hecht, en de ingenieuze, zeer gevarieerde composities worden niet alleen virtuoos uitgevoerd, ze overdonderen ook door de vanzelfsprekende combinatie van vele elementen, die hier perfect samenkomen.
Minimal music wordt hier maximaal ingezet, terwijl je soms naar flarden kamermuziek luistert, alles opgediend met een jazzy aanpak en een folkgevoel. Het gaat soms van fluisterzacht en intiem naar bombastische orgasmes, van vederlicht naar stevig en zwaar, van strak en scherp naar zwierig swingend.
Kortom: muziek die moeilijk te labelen valt, maar juist daarom een absolute aanrader voor iedereen die van muzikaal avontuur houdt.

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