Pers

Eelco Schilder (folkworld.eu) over 'RoqueForte' nov.'10

Aranis is one of the most remarkable groups from Belgium at this moment. From their first album on, their music has a unique style and a very own identity.

The group brings eleven new compositions all composed by bass player Joris Vanvinckenroye, to my opinion one of the most interesting Belgian composers and musicians in many years. With flutes, violin, viola, accordion, piano, guitar and a newly added drummer, Roqueforte turns out to be a quit serious listening experience. From complex heavy classical theme's to soundtrack of a film noir. From theatrical, almost bombastic music to fragile and small melodies. From fragments of tango to pieces of a desolate circus orchestra. Impossible to describe this music that creates images, creates complete landscapes. Aranis turns my world upside down, not an album that is suitable for each moment of the day, this album needs time, a peaceful living room and a bit dark, windy and rainy autumn Sunday evening.

This is modern Belgium acoustic music at it's best.

RifRaf- nov. '10 (gtb) over 'RoqueForte'

'Songs from mirage' (2009) staat nog vers in het geheugen gegrift en daar voegen Joris Vanvinckenroye & C° alweer een volgend hoofdstuk toe aan een ondertussen steeds sterker intrigerend oeuvre.

Vorige keer was het de zang die voor de verrassing zorgde. De stemmen zijn er niet meer bij maar er is wel een vernieuwend element: percussie (David Kerman), de forte uit de titel maar gelukkig zonder de rock (roque). Er blijven aanknopingspunten met de werelden van Philip Glass, Steve Reich, Soledad en Cro Magnon maar nu ligt de nadruk vooral op de start/stop- opbouw die naar hartelust aangewend wordt, zij het op een inventieve manier. Door de golvende tempowissels is het een voortdurend koorddansen tussen hard en zacht, ijl en vurig. De verschillende korte intermezzo's, inclusief een ghosttrack, zorgen voor een samenhangende verhaallijn. Twee nummers toppen af boven de tien minuten, meteen de meest indrukwekkende passages.

Muziek die in geen enkel vakje past en daarom alleen al uw aandacht waard!

Von: Achim Breiling @ http://www.babyblaue-seiten.de (14/10/'10)

Mit rein akustischen Instrumenten - vornehmlich Violine und Bratsche, Kontrabass, Klavier, Akkordeon, Gitarre und Querflöte, dezent unterstützt von Dave Kerman am Schlagzeug, musiziert das belgische Septett auf seinem vierten Album. Trotzdem rockt das Ganze gelegentlich ziemlich, gibt es diverse ziemlich heftige, fast wüste Ausbrüche. Einen sehr farbigen, durch die Streicher und das Akkordeon flächig verwobenen, akustischen Kammerrock spielen die Belgier hier der vornehmlich von dem rhythmisch rockenden Piano-Bass-Duo vorangetrieben wird. Das Ergebnis ist ein sehr dichtes und spannendes Klanggefüge, in dem sich selten eines der Instrumente solistisch in den Vordergrund spielt und die klangliche Dominanz ständig wechselt, von den Violinen zum Akkordeon, vom Akkordeon zur Flöte, von der Flöte zur Gitarre, von der Gitarre zum Piano. Sehr abwechslungsreich ist diese Musik, ausgesprochen klangvoll und stellenweise beeindruckend intensiv.

Der obige Text kommt euch bekannt vor? Nun, er stammt - leicht modifiziert - aus meiner Rezension zum Debüt der belgischen Kammerrocker (siehe "Aranis"). Da habe ich mich von der Band inspirieren lassen. Denn auch Aranis bieten auf "RoqueForte" im Grunde das Gleiche wie auf ihrem Erstling - leicht modifiziert. Oder, am ehesten gleicht dieses vierte Album der Belgier ihrem zweiten, denn hier wie dort wird nicht gesungen. Die Instrumentierung ist fast dieselbe, wenn auch auf "RoqueForte" Violine und Viola zu hören sind und auf "Aranis II" es zwei Violinen waren. So besetzt rocken sich die sieben Belgier auf bekannt schwungvolle, sehr virtuose und abwechslungsreiche Art und Weise durch das Album.

Und dann gibt es noch die feinen Modifikationen, die dafür sorgen, dass es eben doch kleine, aber durchaus signifikante Unterschiede gibt. Hier ist das vor allem - neben einigen kurzen, recht freiformatigen Einlagen - Dave Kerman an Schlagzeug und Perkussion. Sonderlich verausgaben hat er sich nicht müssen für dieses Engagement. Zurückhaltend und dezent, ohne das Kammerensemble zuzukloppen, ist er zu Gange, verleiht der Musik nur eine perkussive Note, die aber bewirkt, dass sich die Musik von Aranis hier dem Vorbild Univers Zero deutlich annähert. Diese zischenden Geräusche nach etwas mehr als drei Minuten in "Roque" wurden übrigens - wie ich kürzlich auf einem Konzert der Band sehen konnte - mit zwei Spraydosen erzeugt (hoffentlich FCKW-frei), die Kerman im Rhythmus betätigt. Ideen muss man haben!

Zusammenfassend kann ich mal wieder eine Variation dessen anbringen, was ich in letzter Zeit schon des Öfteren über Neuerscheinungen aus dem Avantprog- und Kammerrockgenre geschrieben habe. "RoqueForte" bietet sowohl für das Genre als auch bezogen auf das Repertoire der Band nichts wirklich Neues, ist allerdings so gut gemacht, so perfekt musiziert und so druck- und schwungvoll vorgetragen, dass man sich daran eigentlich nicht wirklich stören kann. Und so ein bisschen anders als auf den ersten drei Alben klingt die Musik ja schon. Wer Aranis noch nicht kennt, für den wäre "RoqueForte" kein schlechter Einstieg in die Klangwelt der Belgier. Fans können natürlich auch ohne Bedenken zugreifen.

Eerste  < 6 7 8 9 10 >  Laatste


Copyright 2017 - Maarten Lambrecht